Naturpark Nuthe-Nieplitz

Der Naturpark Nuthe-Nieplitz, ein artenreiches Refugium südwestlich Berlins

Von den beiden namensgebenden Flüssen Nuthe und Nieplitz durchzogen finden Sie im Süden Potsdams und circa 20km südwestlich Berlins einen der schönsten Naturparks in Deutschland. Auf einer Gesamtfläche von 623 Quadratkilometern haben viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten Schutz gefunden, so zum Beispiel der Kranich, der Schwarzstorch, der Rotschenkel, das Knabenkraut und verschiedene andere seltene Orchideenarten.

 

21 Prozent des Naturparks Nuthe-Nieplitz sind Naturschutzgebiete, weitere 65 Prozent werden vom Landschaftsschutzgebiet Nuthetal-Beelitzer Sander eingenommen. Die Landschaft wurde während der Eiszeit geformt; das Schmelzwasser der glazialen Gletscher wusch Rinnen aus, die heute noch Sumpfgebiet und Flussbett sind. Zwischen den Abflusszonen entstanden die Hochplateus Zauche und Teltow.

Wildgehege Glauer Tal

Beim Wildgehege Glauer Tal handelt es sich um ein Freigehege mit einer Größe von 160 ha auf den Flächen eines ehemaligen Truppenübungsplatzes der sowjetischen Streitkräfte. Infolge der intensiven militärischen Nutzung sind auf diesem Areal verschiedene, aus Sicht des Biotop- und Artenschutzes wertvolle Lebensräume des Offenlandes entstanden, die durch die Beweidung mit Wildtieren erhalten werden sollen.

 

Dieses Projekt soll Landschaftspflege, Naturschutz und Wildtierhaltung verbinden und gekoppelt mit wissenschaftlichen Untersuchungen dazu beitragen Grundlagen für ähnliche Projekte zur Sicherung wertvoller Offenlandstandorte zu erarbeiten. Die im Gehege angesiedelten Tiere, der Wildarten Rot-, Dam- und Muffelwild können sich im gesamten Areal frei bewegen und vom Besucher unter nahezu naturnahen Bedingungen beobachtet werden.

 

Routen unterschiedlicher Länge, Ruhebänke und Aussichtspunkte erlauben erlebnisreiche Wanderungen. An manchen Wochenenden können auch Kremserfahrten durch das Gehege gebucht werden.

Landschaftspflege durch Wildtiere

In einem einzigartigen Projekt wird im Wildgehege Glauer Tal Naturschutz, Forschung und Tourismus auf neuartige Weise verbunden: Rot-, Dam- und Muffelwild sowie extensiv gehaltene Islandpferde sollen durch Pflanzenverbiss und Tritt"schäden" das Zuwuchern der Offenlandschaft verhindern.

 

Ein unvergessliches Schauspiel ist die Brunft der Rothirsche Ende September, wenn die Hirsche mit ihrem Röhren Weibchen und Konkurrenten zu beeindrucken suchen und Nebenbuhler mit ihrem stattlichen Geweih vertreiben.