Die Linde im 20. Jahrhundert

Nach Kriegsende und DDR-Zeit

Nachdem 1945 sowjetische Soldaten nach Wildenbruch eingerückt waren, funktionierten sie den Gasthof kurzerhand in ein Casino um. Ende 1945 waren die Soldaten wieder fortgezogen und der Gasthof stand erneut den Dorfleuten zur Verfügung. 1960 kaufte die LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) das Haus und nutzte es als Lager und Büro.

 

In der LPG Wildenbruch wurden in dieser Zeit alle Wildenbrucher Bauern, teils unter Zwang, zusammengeschlossen. Der Gasthof erlebte in diesen Jahren und bis zur Wende eine Zeit des Niedergangs. Notwendige Renovierungsarbeiten wurden nicht oder nur spärlich durchgeführt, die Bausubstanz litt und es schien, als hätte dieses historische Gebäude keine Zukunft mehr.

Wiedereröffnung zur Wendezeit

Im turbulenten Jahr 1990 übernahm eine junge Familie – Ralf und Bärbel Weißmann – den maroden Gasthof mit viel Idealismus und einer gehörigen Portion Mut; die Wiedereröffnung erfolgte 1991. Innerhalb weniger Jahre stellten sie das denkmalgeschützte Haupthaus mit liebevoller Hingabe zum Detail in seiner alten Schönheit wieder her und modernisierten es gleichzeitig behutsam. Eine frische, zeitgemäße und vielfach ausgezeichnete Küche hielt Einzug, die sich an saisonalen und regionalen Spezialitäten der Mark Brandenburg ausrichtet.